Wie kann ich Wühlmäuse aus dem Garten vertreiben?

Antwort:
Die Wühl- oder Schermaus, auch Wasserratte genannt, gehört zu den hartnäckigen Schädlingen im Garten. Sie ernähren sich fast nur von Wurzeln und Knollen, was zu erheblichen Schäden führen kann. Besonders gut scheinen ihnen Wurzelgemüse, Wurzeln von Obstbäumen, Beerenobst und Rosen zu schmecken. Wühlmäuse haben ein weitverzweigtes Gangsystem im Garten, das sie sorgfältig geschlossen halten. Jede Öffnung wühlen sie innerhalb einer Stunde wieder zu. Dies kann man sich bei der Bekämpfung zunutze machen, denn die Bekämpfung kann nur in bewohnten Gängen erfolgen.

Wühlmausfallen werden in einen geraden Abschnitt des Ganges fest eingesetzt, der Gang wird wieder verschlossen. Wichtig ist, die Falle nicht mit bloßen Händen anzufassen, da Wühlmäuse eine sehr feine Nase haben und sich vom menschlichen Geruch abschrecken lassen. Im Handel werden auch Ködermittel angeboten, die von den Tieren besonders im Winter angenommen werden, wenn die Nahrungsquellen knapp werden. Ultraschallgeräte, das Eingraben von Flaschen, das Anpflanzen von Kaiserkronen oder Knoblauch hat sich in der Praxis als nicht sehr wirkungsvoll gezeigt.



Was tun gegen Grasmilben?

Antwort:
Da Grasmilben keine Pflanzenschädlinge sind, gibt es derzeit kein zugelassenes Pflanzenschutzmittel gegen diese Tiere. Aus diesem Grunde liegen auch keine Erfahrungswerte über die Anwendung von Brennesselsud (eigentlich ein Pflanzenstärkungsmittel) und Niemtee (nachgewiesen wirksam gegen Blattläuse) vor.

Erwachsene Grasmilben, auch Erntemilben oder Herbstgrasmilben genannt, leben im Boden und sind in diesem Entwicklungsstadium für den Menschen weder sichtbar noch lästig. Meist legen sie im Juni ihre Eier ab, aus denen bis zum Spätsommer die Larven herangewachsen sind, die uns Menschen, aber auch anderen Warmblütern, wie Hunden, Katzen, Kaninchen und Mäusen, für einige Tage als Wirte für ihre weitere Entwicklung benötigen. Besonders an dünnhäutigen und feuchten Körperstellen, also Kniekehlen, Leistenbeugen, Bauchnabel, Achselhöhlen, nisten sich die Parasiten für drei bis fünf Tage ein, stechen mit ihrem sichelförmigen Mundwerkzeug in die Haut und verlassen ihren Wirt, sobald sie “satt” sind. Unter einer Lupe betrachtet, sind die Larven gut zu erkennen. Sie haben einen ungegliederten rund 0,4 mm langen gelblich-orangen Körper und sind mit kräftigen Mundwerkzeugen ausgestattet. Besonders bei feuchter und warmer Witterung halten sich die Larven im Gras oder an Sträuchern auf – leider also bei einer Witterung, die auch wir Menschen für einen Aufenthalt im Garten nutzen – und können vor dort aus gut auf den Menschen übergehen.

Obwohl die Begleiterscheinungen der saugenden Larven auf der Haut - stark juckende, rote und erhitzte Quaddeln - ausgesprochen unangenehm sind, wurde bisher von keiner schwerwiegenden Erkrankung in Zusammenhang mit Grasmilben berichtet. Sollten andere, als die hier beschriebenen Symptome auftreten, ist der Arztbesuch allerdings unerlässlich. Da man die Larven nicht vernichten kann, muss man vorbeugende Maßnahmen ergreifen. Dazu gehört in erster Linie schützende Kleidung, die man mit abwehrenden Mitteln, wie ätherischen Ölen von Zedernholz, Eukalyptus, Citronelle, aber auch Autan, versehen kann. Die Kleidung sollte man sicherheitshalber nach dem Gartenbesuch wechseln. Abwehrende Mittel kann man aber auch direkt auf die Haut auftragen und so die Larven abwehren. Bereits schmarotzende Larven kann man mit einem Wattebausch, der mit hochprozentigem Alkohol oder mit Desinfektionsmitteln getränkt ist, von der Haut wischen. Durch Wasser und Seife lassen sich die Tiere leider nicht entfernen. Gegen den Juckreiz kann man einfache juckreizstillende Mittel verwenden, zum Beispiel kühlende Umschläge mit destilliertem Wasser. Die Verwendung von Medikamenten, die normalerweise gegen Dauerparasiten, wie Krätze, angewendet werden, ist umstritten.



Rasen

Antwort:

Haüfig entsteht dieses Problem, wenn die Rasenfläche nicht optimal gepflegt ist. Dann Überwuchern gerade im Herbst und Winter Unkraut und Moos das Gras, weil sie jetzt wächsiger sind. Wichtig bei der Rasenpflege ist eine ausreichende Düngung. Rasen hat einen hohen Nährstoffbedarf und muss im März und Juli mit einem speziellen Rasen-Langzeitdünger versorgt werden. Wer es ganz perfekt machen will, bringt im Oktober zusätzlich einen speziellen Rasendünger, der auch Kali enthält, aus. So versorgt, kommt der Rasen gut durch den Winter.

Bewährt hat sich auch das Vertikutieren, das Entfernen von Rasenfilz, der sich bildet, wenn sich Schnittgut und abgestorbene Pflanzenreste ansammeln. Das Spezialgerät für diese Arbeit, den Vertikutierer, kann man sich im Gartenfachhandel ausleihen. Vertikutiert wird im Frühjahr oder zu Sommerende.

Ursache für Unkraut und Moos im Rasen kann auch falsches Mähen sein. Die optimale Mähhöhe ist auf 3 bis 5 cm am Gerät einzustellen. Wird der Rasen kürzer gehalten, kann er leicht von Moos und Unkraut überwachsen werden. Unkrautaufwuchs sollte man mechanisch entfernen und nicht etwa regelmäsig Düngemittel mit Zusatz von Unkrautvernichtern benutzen.

Es gibt auch Flächen, die aufgrund ihrer Standortvoraussetzungen für Rasenanlagen ungeeignet sind. Ständig beschattete Ecken im Garten, zum Beispiel durch alte Bäume, und ein Boden, der so schwer und verfestigt ist, dass das Wasser nicht abfließen kann, sollten nicht mit Rasen eingesät werden. Hier sollte man nach Alternativen suchen und beispielsweise ein Staudenbeet mit schattenverträglichen Pflanzen anlegen.