Kann man nach Obst wieder Obst pflanzen?

Antwort:
Grundsätzlich treten beim Nachpflanzen der selben Obstart am gleichen Standort sogenannte Nachbauprobleme auf. Diese können durch eine Vielzahl von Faktoren ausgelöst werden. Wichtige Ursachen sind zum Beispiel der einseitige Entzug von Nährstoffen, die Vermehrung von speziellen Wurzelschädlingen (Nematoden), aber auch bestimmte Ausscheidungen der Wurzelrinde können die Nachbauproblematik auslösen. Schadbild ist dann ein schlechter Wuchs und unzureichende Fruchtentwicklung der entsprechenden Kultur.

Um dieser Problematik entgegen zu wirken, falls die gleiche Art nachgepflanzt werden soll, muss der Mutterboden ausgetauscht werden. Da dies nicht praktikabel ist, sollte die Obstart gewechselt werden.



Wie kann ich Wurmbefall bei Äpfeln verhindern?

Antwort:
Verursacher von wurmigen Äpfeln ist der Apfelwickler. Die weiblichen Insekten legen ihre Eier an den Früchten ab. Die sich daraus entwickelnden Larven fressen sich in die Früchte ein. Häufig fallen die noch unreifen Früchte vorzeitig von den Bäumen und deutliche Fraßgänge der Larven sind erkennbar. Diese Früchte müssen Sie unbedingt aufsammeln und vernichten, um eine weitere Verbreitung im Garten zu verhindern.

Ab Ende Mai bis Oktober sollten Sie Wellpappengürtel an den Stämmen der Apfelbäume anbringen, um die am Stamm hochkriechenden Schädlinge aufzuhalten. Die Gürtel müssen regelmäßig auf versteckte Larven und Puppen untersucht werden. Gefundene Tiere sind sofort zu vernichten. Beim Abfangen der männlichen Apfelwickler helfen von Mitte Mai bis Ende August sogenannte Pheromonfallen. Diese im Handel erhältlichen Fallen sind mit einer Duftstoffkapsel und einem beleimten Boden versehen. Angelockt vom Duft, der dem Sexuallockstoff der weiblichen Tiere entspricht, fliegen die männlichen Insekten in die Falle und bleiben auf der Leimtafel hängen. Dadurch können weniger weibliche Apfelwickler befruchtet werden und die Anzahl der Nachkommen und damit der verwurmten Früchte wird stark dezimiert.



Wie können Äpfel gelagert werden?

Antwort:
Grundsätzlich ist es möglich, Äpfel im Naturlager, auch über mehrere Wochen - einige Sorten sogar über Weihnachten hinaus - zu lagern. Hierbei sind in der Praxis mehrere Grundsätze zu beachten, damit die Äpfel nicht unmittelbar verderben und ihre wertvollen Inhaltstoffe bis zum Verzehr behalten.

Nur Winteräpfel sollten für eine längere Lagerung vorgesehen werden. Herbstsorten, wie ‘Alkmene’ und ‘Gravensteiner’, sollten, sobald sie reif sind, auch verbraucht werden. Geeigneter für eine Lagerung sind zum Beispiel ‘Melrose’, ‘Boskoop’ oder ‘Ontarioapfel’.

Die Äpfel dürfen keinerlei Beschädigungen aufweisen und unverletzt, auch ohne Druckstellen, eingelagert werden. Die Kisten müssen darüber hinaus frei von Verschmutzungen oder gar von organischen Resten der Vorjahresernte sein. In einer Kiste sollten grundsätzlich nur Äpfel einer Sorte gelagert werden.

Der Lageraum ist abzudunkeln, die Temperaturen dürfen nicht über 10°C ansteigen. Am besten liegen sie bei 3 bis 4°C. Das Lager ist regelmäßig zu kontrollieren und verdorbene Früchte sind zu entfernen. Bei der Lagerung in Scheunen und Schuppen ist die Ernte auch gut vor Mäusefraß zu schützen, da sogar kleine Nagestellen sofort die Gefahr von Pilzinfektionen erhöhen.