Warum faulen die Zucchini?

Meine selbst gezogenen Zucchini faulen an der Blütenspitze, wenn sie etwa die Größe einer Zigarren erreicht haben. Es macht auch keinen Unterschied, ob sie an der Süd- oder Westseite stehen. Woran kann das liegen? Mache ich etwas falsch?

Antwort:

Das Abstoßen von Blüten bei Zucchini ist zurückzuführen auf verschiedene Wachstumsstörungen. Anfänglich sehr stark gewachsene Pflanzen setzen zunächst sehr viele Früchte an und sobald dann das Wachstum nachlässt, werden die jungen Früchte abgestoßen. Ein wenig sonniger und schlecht belüfteter Standort ist für Zucchini wie für alle Gemüsearten von Nachteil. Ist der Boden durch mangelnde Bodenlockerung nicht durchlässig genug, kann sich Staunässe oder Luftmangel nachteilig auswirken. Ist er nicht hinreichend mit Humus, wie abgelagerter Stallmist oder reifem Kompost, angereichert, können darüber hinaus zeitweilige Nährstoffmangel-Situationen auftreten.

Mit Hilfe einer Bodenprobe kann im Frühjahr überprüft werden, ob die Grundnährstoff-Versorgung im Boden in Ordnung ist und die Pflanze nicht mit bestimmten Stoffen einseitig hoch versorgt ist. Wenn der Fruchtansatz erfolgt ist, muss auf regelmäßige Wasserversorgung geachtet werden. Sind diese wachstumsbeeinflussenden Faktoren weitgehend optimiert, kann es außerdem durch Kälte, Nässe, Lichtmangel oder stark unterschiedlich hohe Tag- und Nacht-Temperaturen zum Abstoßen von Früchten kommen. Dieses lässt sich im Freiland nicht beeinflussen, der Fruchtverlust hält sich aber in den meisten Jahren im akzeptablen Rahmen.



Warum blüht der Porree?

Alle Porreestangen standen letztes Jahr in Blüte. Mir wurde gesagt, es wäre der falsche Zeitpunkt zum Pflanzen gewesen. Wann soll ich pflanzen?

Antwort:
Porree bildet als zweijährige Pflanze im ersten Jahr eine Laubblattrosette, die als verdickter Schaft dann im Herbst geerntet wird. Die Blütenbildung setzt im zweiten Jahr ein und wird ausgelöst durch die winterliche Kälte. Um ein vorzeitiges Schossen der Pflanzen im ersten Jahr zu verhindern, ist eine warme Jungpflanzenanzucht unterlässlich. Die optimale Keimtemperatur für Porree liegt bei 20° bis 22°C und in der weiteren Anzucht der vorgezogenen Pflanzen bei 18° bis 20°C tagsüber und 16°C nachts.

Kauft man Porree-Jungpflanzen auf dem Wochenmarkt, ist es ratsam, erst Mitte Mai die Pflanzen für den Hausgarten zu erwerben. Die zu dieser Zeit angebotenen Herbstporreesorten haben durch die Frühlingssonne unterstützt eine genügend warme Anzuchtzeit beim Gärtner hinter sich und bekommen auch nach der anschließenden Pflanzung draußen keinen Kälteschock. Somit ist die Schossgefahr weitgehend gebannt.

März- und Aprilpflanzung von besonders schnell wachsenden Sommerporreesorten ist für den Hausgarten nicht zu empfehlen. Die Anzucht von Porreepflanzen dauert von der Saat bis zur Pflanzung etwa drei Monate, so dass die nötige Wärme für Frühsorten schon ab Januar erbracht werden muss. Ein aufwendiges Verfahren, das nur von spezialisierten Jungpflanzenfirmen durchgeführt wird.

Will man selbst Porree säen, ist dies ab Ende März/Anfang April in einem mit Pferdemist versehenen Frühbeetkasten möglich. Hier reichen rund zehnWochen Anzucht und man kann Anfang Juni die etwa bleistiftstarken Pflanzen ins Beet setzen.

Die warme Anzucht der Jungpflanzen ist in jedem Fall ein entscheidender Faktor, mit dem man das vorzeitige Schossen des Porrees weitgehend verhindern kann. Trotzdem kann es im Einzelfall immer passieren, dass durch Kälteeinwirkung nach der Pflanzung die Pflanzen doch noch in Blüte gehen. Pflanzungen vor Mitte Mai am besten mit Vlies abdecken, um sie vor Spätfrösten zu schützen.